skip to content

Lyrik

Lyrik

Nicht wissend, wer ich bin


Nicht wissend
wer ich bin
bin ich oft überrascht
von mir selbst
und wundere mich
denn das bin ich.

Lautlos


Lautlos
schleicht Veränderung
in unser Leben,
bringt unbemerkt
die Wende.
Kein Ausbruch,
kein dramatischer Knall,

Manhattan

Gedanken zum 11. September


Zwei Birken auf meiner Terrasse mit Blick auf Manhattan
wie in jenem September noch grün belaubt,
doch ihrer grandiosen Kulisse beraubt.
Zwei Türme haben sie flankiert,
träumend war mein Blick oft auf sie fokussiert.

Liebe II

Laß den Menschen,
den Du liebst,
in Liebe los,
um ihn zu halten.
 
 

Panta rhei

Grenzen
verwischen
Formen
auflösen
in Freiheit
die sich ergießt
ausbreitet
und alles
zum Fließen bringt

Panta rhei
und wir fliessen mit

 

 

Nacht

Schwarzer Samt
sich behutsam
auf das Heute legend
zärtlich dämpfend
das Leid

Silbriger Glanz des Mondes
auf weißen Rosen
verlorene Tränen tröstend

Stille
hineinsinkend in Erlösung
für heute

Morgen
ist anders.

 

 

Geliebte Provence


Schattenlos
deine alten Mauern
in der Mittagsglut

Wenn Zikaden
die Stille brechen
und monotone ohrenflirrende
Konzerte anstimmen

Katerliebe


Mein Kater
terrakottarot
liegt voller Lust
auf meiner Brust.
Das vierte Mal
in dieser Nacht

Lyrik

Gedichtband
Gisela Bierbach-Enderle

LEBEN VERDICHTET UND LOSGELASSEN
ISBN 3-9270699-5-4 

12 €  (Bestellen)

Erschienen im Donata Kinzelbach Verlag 


JETZT

Vergangenheit und Zukunft 
lineare Illusion
Das eine Erinnerung 
in der wir uns verlieren 

Enthauptung

Als er sie enthauptet hatte,
lief sie
noch tagelang
mit dem Kopf unter dem Arm
herum
und wusste nicht,
wo sie ihn ablegen sollte.

 

 



Up